Wir laden bäuerlich und zivilgesellschaftlich Aktive zu einem Gespräch mit Bodenexpertin Andrea Beste ein, um gemeinsam agrar- und lebensmittelpolitische Strategien und Perspektiven für Agrarökologie zu diskutieren sowie uns auszutauschen und uns zu vernetzen. Welche Argumente und Kernbotschaften sind aktuell besonders wichtig?

Datum und Zeit: Mi, 7. Feb .2024, 9:00-12:00 Uhr,
im Anschluss optional gemeinsames Mittagessen
Ort: Linz, Nähe Hauptbahnhof (Details bei Anmeldung)

Referentin: Dr. Andrea Beste ist Diplomgeografin und Agrarwissenschaftlerin. Ihr Büro für Bodenschutz und Ökologische Agrarkultur (BBÖA) bietet Beratung, Analyse und Wissenstransfer in Bodenmanagement sowie Agrar- und Ernährungspolitik. https://www.gesunde-erde.net/

Vortrag: Am Vorabend, Di., den 6. Feb 2024, 19:30 laden wir zum Vortrag „Das Ganze im Blick haben – Gesunde Böden & gutes Klima“ mit Dr. Andrea Beste, Auf der Gugl 3, Linz https://www.viacampesina.at/Veranstaltung/oebv-gesunde-boeden_gutes-klima_andrea-beste/

Inhalte: Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise ist in den letzten Jahren die zentrale Bedeutung von Böden immer stärker in den Fokus gerückt. Dadurch ergeben sich auch Chancen für agrarökologische Ansätze. Zugleich nehmen aber auch Landkonzentration, Bodenversiegelung und nicht-landwirtschaftliche Nutzungsansprüche auf Böden laufend zu, während zugleich unter Schlagworten der „Ernährungs- und Versorgungssicherheit“, sowie in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ein „Weiter wie bisher“ dominiert. All das vollzieht sich angesichts von immer deutlicher spürbaren Auswirkungen der Klima- und Biodiversitätskrise.

In diesem Kontext sind unsere Böden aktuell in vielfacher Hinsicht ein entscheidender politischer Dreh- und Angelpunkt, unterschiedlichste agrarpolitische Maßnahmen beziehen sich darauf. Es gibt eine Vielzahl von Konzepten in der Diskussion, die eine Grundlage für eine Transformation der Landwirtschaft versprechen: Carbon Farming, „nature based solutions“, Geoengineering und „climate smart agriculture“, Präzisionslandwirtschaft und Neue Gentechnik, welche neben agrarökologischen Lösungsansätzen stehen. Oftmals sind mit diesen Konzepten auch unterschiedliche Nutzungsinteressen und Zielkonflikte verbunden. Entsprechend kontrovers werden diese in Politikprozessen auch diskutiert, mitunter ist die Lage auch sehr unübersichtlich. Anlass genug, um diese Ansätze genauer anzuschauen und sich hier ein klareres Bild zu verschaffen.

Welche Strategien sind aus agrarökologischer Sicht sinnvoll und tragen zu einer effektiven Antwort angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise bei? Welche Sackgassen könnten angesichts aktueller Entwicklungen drohen? Wie kann an den Ursachen der Probleme angesetzt werden? Was ist wirklich „smart“? Wie können dabei Perspektiven einer zukunftsfähigen bäuerlichen Landwirtschaft aussehen? Welche Strategien sind aktuell sinnvoll?

Anmeldung und Kosten:

Anmeldung: für das Vertiefungsgespräch gilt eine begrenzte Teilnehmer*innen-Zahl, daher bitte ehestmöglich anmelden unter veranstaltung@viacampesina.at

Wir bitten nach Möglichkeit um einen Unkostenbeitrag von 30 € pro Person. Die Teilnahme soll aber nicht am Finanziellen scheitern. Veranstaltet von:
Österreichische Berg- und Kleinbäuer*innen Vereinigung – ÖBV-Via Campesina Austria
in Kooperation mit Erde & Saat und HUMUS Bewegung

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